Letzte Woche war unser langjähriger Landtagsabgeordneter Clemens Reif zum letzten Mal in seiner Funktion bei unseren Sommerstammtischen zu Gast. Herr Reif referierte über seine über 30-jährige Abgeordnetentätigkeit und gab einen Überblick über die aktuelle Landespolitik vor der Landtagswahl im Oktober. Auch unser Ehrenvorsitzender und langjähriger Bundestagsabgeordneter Christian Lenzer war dabei.

Wir bedanken uns für ihren langjährigen Einsatz für die Belange der Region und wünschen Ihnen einen erholsamen Ruhestand. Ihre Tätigkeit hinterlässt große Fußstapfen.

Der CDU Stadtverband veranstaltete am 25. Juni den ersten Sommerstammtisch in den Sommerferien 2018 im Herborner Marktcafé. Diesmal war der Stadtbrandinspektor der Stadt Herborn, Kai Reeh, als Referent zu Gast, mit dem die zahlreichen Gäste über das Thema „Zukunft und Herausforderungen für die örtlichen Feuerwehren“ diskutierten. Das Thema habe in den letzten Jahren zunehmend an Brisanz gewonnen, stellte Reeh fest. Grundlegende Probleme der Feuerwehren seien das gestiegene Aufgabenspektrum, welches mittlerweile weit über das Löschen von Bränden hinausginge und die sinkende Personaldecke, die es immer schwieriger mache, die gesetzliche 10-Minuten-Frist zu wahren, welche vorschreibt in dieser Zeit mit mind. sechs Feuerwehrleuten und entsprechendem Gerät an der jeweiligen Einsatzstelle zu sein. Besonders Wochentags sei es schwierig, da trotz Freistellungspflicht des Arbeitgebers und Lohnausfallausgleich besonders Beschäftigte kleiner Betriebe (insbesondere im Handwerk) vor dem Problem stehen, dass ihre Mitarbeiter in vielen Situationen unentbehrlich sind. Auch der Demografische Wandel spielt im Bereich der Feuerwehrstandorte eine entscheidende Rolle: Kleinere Dörfer fallen aufgrund einer zu geringen Mannschaftsstärke bzw. „Tauglichkeit“ der Einsatzabteilung oftmals nicht mehr in den vom Land Hessen geförderten Bereich. Vor kurzem traten im Herborner Ortsteil Hirschberg sechs Frauen in die Feuerwehr und Einsatzabteilung ein, um die entsprechende Quantität der Einsatzabteilung zu erhalten. Zwei von ihnen absolvierten zusätzlich die Atemschutzlehrgänge und sorgten somit auch für einen Anstieg der qualitativen Stärke der Abteilung; ein beeindruckendes Beispiel, das zur Nachahmung empfohlen ist. Das wichtigste, um neue Mitglieder zu gewinnen, sei der Kontakt vor Ort. Zusammenschlüsse von Feuerwehren seien allerdings vor diesem Hintergrund nicht unbedingt die kostengünstigere Variante, da das entsprechende Gerät dennoch vorgehalten werden müsse. Zum Schluss der Veranstaltung bedankte sich Stadtverbandsvorsitzender Lukas Winkler bei den anwesenden Feuerwehrleuten für ihren Dienst und die Bereitschaft, im Rahmen des Stammtischs Rede und Antwort zu stehen. Eine gelungene Veranstaltung, die einer Wiederholung bedarf.