CDU Stadtverband Herborn
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Stadtverband Herborn
"Schlossgespräch" über den Dächern von Herborn - 1. Veranstaltung in 2012
02.03.2012 - Gemeinde/ Stadt
"Schlossgespräch" über den Dächern von Herborn - 1. Veranstaltung in 2012
CDU Stadtverband Herborn:
1. Runde der Stadtgespräche im Jahr 2012 – Kombibad Herborn


Am 1. März konnte der CD-Stadtverband Herborn erfreut feststellen, dass sich die Herborner Stadtgespräche zu einer Diskussionsplattform für die Bürgerinnen und Bürger entwickelt haben, um wichtige Themen der Stadt überparteilich zu diskutieren. Mehr als 60 Bürgerinnen und Bürgern waren der Einladung gefolgt, neben den Schulleitungen der hiesigen Schulen, konnte auch Landratskandidat Jörg Michael Müller begrüßt werden.
 
Jens Nießmann führte und moderierte als Mitglied der Lenkungsgruppe für den Schwimmbadbau durch den Abend. In seiner Eröffnung referierte er kurz über die Ideen, welche aktuell zur Disposition stehen und informierte die Anwesenden über den aktuellen Stand der Planung.
 
Braucht Herborn ein eigenes Hallenschwimmbad? Diese Frage stand im Raum und wurde unmittelbar aufgenommen und argumentiert: Ja, die Schulen brauchen ein Schwimmbad, weil die Notlösung viel zu viel Zeit verschwendet und viel zu wenig Schwimmunterricht ermöglicht. Auch die Vereine brauchen ein Schwimmbad, weil die Vereinsarbeit nur noch schwer möglich ist. Aber auch die Senioren brauchen ein Schwimmbad, weil man im warmen Wasser viel gesünder Sport machen kann und besonders die Kinder brauchen ein Schwimmbad als Ersatz für Playstation und Internet. Es gab aber auch die Meinung, dass wir kein Schwimmbad brauchen, besser wäre ein guter Nahverkehr, um die Schwimmbäder der anderen Kommunen zu erreichen, denn es gibt im Umkreis tolle Freibäder.
 
Was kostet ein Schwimmbad? Ein Schwimmbad ist teuer in der Anschaffung und hat hohe Unterhaltskosten. Die Stadt Dillenburg wendet rund 1 Mio. Euro aktuell für Ihr Aquarena auf und liegt damit im deutschlandweiten Schnitt, berichtete der Landratskandidat Jörg Michael Müller. Soll man den Haushalt damit belasten, was wird aus Saunalandschaft und Kinderspielparadies? Was wäre mit einem Fördervein und wie lassen sich heimischen Persönlichkeiten und Unternehmen an den Kosten beteiligen? Was wäre ein kostendeckender Eintritt? Viele Fragen und Möglichkeiten wurden diskutiert und Meinungen ausgetauscht. Mitnehmen konnte man von der Veranstaltung, dass die Möglichkeiten vielfältig sind und an einem eigenen Hallenbad sehr viel Interesse und Bedarf besteht. Aber auch Alternativen wie eine bessere Nahverkehrs-anbindung an vorhandene Bäder oder Freibäder sollten aus Kostengesichtspunkten in Betracht gezogen werden. Alle Teilnehmer waren sich sehr wohl des Kostenrisikos bewusst, welches ein solches Bad mit sich bringt und welche Auswirkung es hat, wenn es wie bei alten Wellenbad kaputt gespart werden muss.
 
So fasste Raffael A. Fruscio am Schluss auch zusammen, dass ein eigenes Schwimmbad zwar toll ist, man aber auch überlegen sollte, wie Kommunen miteinander arbeiten können, um Ressourcen gemeinsam effektiver zu nutzen.
 
 
 
 
  
Schlagworte: Schlossgespräch, Schwimmbad
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